autarkes Leben

Ich gehörte zu den Unzufriedenen im Land. Lobbyismus, Glyphosat-Skandal und Dieselkrise waren in meinem Bewusstsein verankert und ständig erreichten mich neue Ungerechtigkeiten – wohl auch, weil ich besonders darauf achtete. Mir gefiel nicht, was das mit mir machte. Gefühle wie Machtlosigkeit, Wut, Neid oder Trauer machten sich in mir breit. Nicht schön. So wollte ich nicht sein.

Aber was denken, um was zu fühlen?

Ich wollte hoffnungsvoll auf die Welt blicken. Mich für Dinge interessieren, die sich besser anfühlten. Gegenströmungen beobachten. Bewusst sehen, wo und wie Menschen etwas anders machten. Positiv denken. Um dann Teil einer Bewegung sein, die „Politik im Kleinen“ und auch „Wirtschaft im Kleinen“ betreibt. Und das verbreiten und ins Bewusstsein von anderen rücken, die auch so fühl(t)en wie ich.

So beginnt dieser Blog am 3. Juni 2018.

Hierfür interessiere ich mich:

  • Downsizing
  • Eine Auszeit im Wohnmobil
  • Reisen
  • mein eigener Garten
  • autarkes Leben
  • Spiritualität
  • Kochen und gutes Essen
  • Vegetarische und vegane Lebensmittel
  • Imkern

Wasserfilter

Kompost-Toiletten – vorgefertigte Komplettlösungen – Eigenbau – Trennsysteme für Urin und Kot – Kompostierung mit Zusatz (?) – aus Urin wird ein Düngemittel für Blumen, Umleitung in Blumenbeet – Beispiele und Kaufempfehlungen

Grauwasser Verwendung von abbaubaren  – Spül- und Reinigungsmitteln – selber herstellen

Verpackungsmüll reduzieren – im Geschäft umpacken und den Verpackungsmüll einfach vor Ort lassen – eigene Gefäße mitbringen – geht nicht bei Nassfutter für Haustiere

Grundrisse für autarke Neubauten – Versorgungsräume wie Küche und Bad zentralisieren und Wohn- und Schlafflächen daneben gruppieren – nachhaltige Baustoffe – recyceltes Baumaterial

in größeren Zusammenhängen denken: von der Politik ist derzeit wenig zu erwarten, das wird sich erst ändern, wenn viele „Politik im Kleinen“ und auch „Wirtschaft im Kleinen“ betreiben und aus den etablierten gesellschaftlichen Systemen aussteigen. Skizzieren. Was wäre wenn:

  • Menschen Ihre Wohnräume autark gestalten und so weniger auf externe Versorgung angewiesen sind?
    • eigenen Strom produzieren durch Solaranlagen oder Windräder
    • ihre Wohnräume verkleinern und so den Aufwand für den Unterhalt des Hauses senken
    • Wasser wieder aufbereiten, aus Brunnen entnehmen, Niederschlagswasser nutzen, Zisternen bauen, damit die Toilettenspülung betreiben,
  • Menschen autark und nachhaltig konsumieren?
    • eigenes Obst und Gemüse anbauen
    • direkt vom (Bio-)Erzeuger kaufen, z.B. Milch beim Bauern abfüllen und daraus Milchprodukte herstellen
    • das Einmachen wieder entdecken
    • Waren vorzugsweise gebraucht kaufen (Kleiderkreisel, Ebay, Sozialkaufhäuser) und damit nachhaltig konsumieren
    • Ihren Konsum einschränken (Link zu Downsizing)
  • Menschen mehr Zeit gewinnen für die eigene Entwicklung, für ihre Familien und Freunde
    • und dann ihre Arbeitszeit reduzieren
    • sich Sabbat-Jahre gönnen
    • sich sozial und für Umweltprojekte engagieren
    • und so ihre Zufriedenheit steigern
  • Menschen sich von den Banken verabschieden?
    • Und auf neue Modelle setzen, wie z. B. Crowdfunding, private Darlehen, private Altersvorsorge, z. B. mit den eigenen Kindern
    • sich Arbeit im Rahmen von Spenden finanzieren lassen
    • Tauschhandel betreiben

Downsizing

Reduzierung auf das Wesentliche

Downsizing beim eigenen Besitz – Eigentum verpflichtet

Als ich 2004 umzog, brauchte ich dafür einen 7,5-Tonner und 2 Helfer, die meine Möbel, meinen Hausrat und meinen sonstigen Besitz transportierten. Dass ein Drittel sofort im neuen Keller gelagert (und nie mehr benutzt wurde) habe ich unreflektiert akzeptiert. Die neue Wohnung war fast sofort komplett eingerichtet, Fehlendes wurde gleich angeschafft. Es war richtig viel Arbeit. Ich habe damals schon verstanden, dass es besser für mich ist, weniger zu besitzen und habe in den folgenden Jahren immer mehr weggegeben.

Als ich mich dann 2017 bewusst mit dem Thema Downsizing beschäftigte, ließ ich viel mehr los. 70% meines Besitzes wanderten ins Sozialkaufhaus, auf den Flohmarkt, in die Altkleidersammlung und auf den Sperrmüll. 70 % wurden nicht mehr in Schränken verstaut, abgewaschen, eingelagert und gepflegt. Mit 70% haben andere Ihren Haushalt aufgestockt, Ihren Kleiderschrank gefüllt oder ihre Maschinen gereinigt.

Heute passiert das Aussortieren ständig. Was ich nicht schätze, was mir keinen Nutzen bringe oder mit unangenehmen Erinnerungen behaftet ist geht. Auch dann, wenn es mir irgendwann einmal nützen könnte. Wenn es teuer oder ein Erbstück ist, wenn andere finden es steht mir. Egal. Es geht.

Mit weniger Dingen lebt es sich gelassener. Es spart Platz, Zeit und Energien und schafft Freiräume.

Was übrig bleibt sind Lieblingssachen oder Dinge mit unangefochtenem Nutzen. Ich schätze gutes Design und gute Qualität. So einfach ist das.

Gegenstände abgeben ist natürlich nur ein Aspekt des Downsizings. Auch spannend, erleichternd und fokussierend sind die anderen Aspekte:

Downsizing beim Arbeiten

Ich arbeite selbständig als Grafikerin. Für meine Kunden im Beautybereich entwerfe ich Werbemittel wie Flyer und Gutscheine. Viele meiner Produkte wie Gutscheine und Terminkarten verkaufe ich im Internet und auf Kosmetikmessen.

Über die Jahre hat sich mit dem steigenden Umsatz auch die Arbeit erhöht. Klar! Im Tagesgeschäft, das Rechnungserstellung, Buchhaltung, Versand und Auftragsbearbeitung bestand blieb immer weniger Zeit für die Entwicklung neuer Produkte oder das Füllen der Webshops. Ich geriet immer mehr ins Hintertreffen und stagnierte. Ideen konnte ich immer später umsetzen und so hatte ich das Gefühl, stehen zu bleiben und im Alltagsarbeitssumpf festzustecken. Ich fühlte mich überfordert, meiner Arbeit fehlten die Leichtigkeit und Kreativität, die ich so schätze. Ich wurde unzuverlässig, habe komplizierte Anfragen nicht mehr bearbeitet und schien meinen Kunden als unzuverlässig.

Es wurde Zeit für ein Umdenken, ein Downsizing der Arbeit.

Vor einigen Monaten bot sich die Gelegenheit, meinen Versand auszulagern. Und ich ergriff sie dankbar. Jetzt lagern meine Artikel in einem externen Lager, aus dem auch verschickt wird. Das reduzierte meine Arbeitslast deutlich und – weil ich nicht mehr täglich vor Ort bin – machte meine Vorratshaltung ausgeklügelter. Ich spare Zeit und Geld dadurch, dass ich meine Artikel auf Vorrat abpacke und den Lagerbestand besser organisieren muss.

Nicht alle Produkte schlagen sich oft um, sondern liegen Jahr um Jahr im Lager und warten auf Abnehmer. Andere verkaufen sich so gut, dass sie bereits bei Verkaufsplattformen im Lager liegen und von dort verkauft werden. Das brachte ich auf die Idee, mein Angebot zu konzentrieren, indem ich Artikel mit hohem Umschlag in höherer Stückzahl vorrätig halte und die Ladenhüter auslaufen lasse.

Doch der Gedanke des Downsizings greift hier noch weiter. Ich möchte auf Dauer meine Arbeitszeit reduzieren, ohne Umsatz und Gewinn einzubüßen.

Loslassen – unausgegorene Angebote + Angebote mit wenig Gewinn/Kunden/Erfolgsaussichten löschen – Bestellprozesse auf externe Plattformen auslagern – Klarheit und Transparenz – Preise optimieren – fair bleiben – klare Ansagen bezüglich telefonischer Erreichbarkeit treffen – Arbeitsabläufe fest in den Alltag integrieren – auf dem Laufenden bleiben – Personal einstellen – Arbeiten auslagern

80 – 20 – Regel

Passives Einkommen, Einkommen ohne meine unmittelbare Arbeit

Maßnahmen

Akzeptieren und wertschätzen was ist und wie weit ich schon gekommen bin

Annehmen was ist – Coach Referenz

Gedankliches Downsizing

Was wäre, wenn…

Sorgen, Pläne, Ereignisse aus der Vergangenheit, Unerfülltes, Negatives, Überholtes

was andere denken

wie mich andere sehen

Unzufriedenheit

Downsizing beim Konsum

Downsizing beim Kochen

Rezept: in Hühnerkonsommee gedünstes Tofu mit Gartengemüse und Frühkartoffelknödeln

Man nehme:

1 Huhn

So ein Quatsch!

Wenn der Ballast abgeworfen ist – was dann?

Das Abwerfen von Verpflichtungen, Dingen oder Gedanken führt zu mehr Zeit und Freiheit. In meiner persönlichen Wertskala ist Freiheit einer der höchsten Werte. Dazu gehört für mich, mein Leben gestalten zu können, wie es sich gut anfühlt.